Chinas überwundene Selenmangelkrankheit
Dem Kreis Keshan, in Chinas nordöstlicher Provinz Heilongjiang gelegen, hat eine schwerwiegende Krankheit ihren Namen zu verdanken. Keshan steht für die Erkrankungen des Herzmuskels, der in dieser Gegend ungewöhnlich häufig auftrat. Der Grund ist mittlerweile bekannt: Selenmangel.
Das Obst und Gemüse, das die Bewohner anbauen, reicht nicht annähernd aus, um den täglichen Bedarf an dem Spurenelement zu decken. Von der Keshan-Krankheit bedroht ist, wer längere Zeit pro Tag weniger als zehn Mikrogramm Selen zu sich nimmt.
Die Erkrankung, die mit Herzrhythmusstörungen und Herzschwäche einhergeht, wurde vor allem bei Kindern und jungen Frauen beobachtet. Mittlerweile haben Ärzte und Gesundheitsbehörden reagiert. Durch das Ergänzen der Nahrung der in dem Gebiet lebenden Personen mit Selen konnten neu auftretende Keshan-Erkrankungen weitgehend vermieden werden.
Bei Menschen, die bereits ein geschwächtes Herz hatten, ließ sich das Fortschreiten der Erkrankung zumindest stoppen.
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