Bessere Prognose bei Blutvergiftung
In Deutschland sterben im Jahr rund 60.000 Patienten an einer Blutvergiftung. Bei Fällen mit schwerer Sepsis liegt die Sterblichkeitsrate bei bis zu 55 Prozent. Dabei kann das Spurenelement Selen helfen, eine Blutvergiftung zu überleben.
Während einer Sepsis kommt es im Körper zu einer eskalierenden Entzündung, die sich auf den gesamten Körper auswirkt. Binnen weniger Stunden kann es zum Zusammenbruch des Kreislaufes und multiplem Organversagen kommen. Aggressive, zellzerstörende Stoffe feuern dabei den Entzündungsstoffwechsel an. Als Radikalfänger wirkt Selen der Entzündung entgegen.
Klinische Beobachtungen und Studien untermauern die Wirkung von Selen: Patienten, die über ausreichend Selen in ihrem Blut verfügen, haben im Fall einer Infektion bessere Erholungschancen. Die Gabe von Selen ist preiswert und wird zusätzlich zur etablierten Standardbehandlung eingesetzt.
Die Deutsche Sepsis-Gesellschaft hat die Selentherapie daher kürzlich in die Therapieleitlinie zur Blutvergiftung aufgenommen .
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