Kein Grund zur Verunsicherung
Spurenelemente und Vitamine helfen dem Körper gesund zu bleiben. Gesundheitsbewusste Menschen kaufen deshalb so genannte Nahrungsergänzungsmittel. Deren Einnahme ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die ausreichende Versorgung durch die Nahrung nicht gewährleistet ist: Dies ist in Deutschland bei Selen der Fall.
Umso mehr irritiert eine Nachricht aus den USA: Dort wurde Ende 2008 eine Studie abgebrochen, mit der die vorbeugende Wirkung von Selen und Vitamin E bei Prostatakrebs untersucht werden sollte, weil bei einigen der gut 30.000 Studienteilnehmer Diabetes festgestellt wurde.
Müssen also nun alle Menschen, die Selenpräparate vom Arzt verordnet bekommen oder sie selbst kaufen, nun damit rechnen, zuckerkrank zu werden?
Selenforscher winken ab: Nein, es gibt keinen Grund, in der Krankheitsvorbeugung oder in einer begleitenden Therapie auf Selen zu verzichten, meint Deutschlands Selen-Spezialist Nummer eins, Professor Dr. Josef Köhrle: Die Amerikaner seien – wegen der dortigen selenreichen Böden – von vornherein deutlich besser mit Selen versorgt. Die wenigen Fälle von Diabetes- Neuerkrankungen lägen im Rahmen des Üblichen. Zudem sei vor Studienbeginn versäumt worden, die Ernährungsgewohnheiten, die für die Zuckerkrankheit entscheidend sind, sowie die Häufigkeit von Diabetes in der Familie zu erfragen.
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